anna grimm

Im Labyrinth der Welten öffnen sich die Türen

Grimm Phantastik

Über Anna Grimm

Hallo! Im Brotjob bin ich Webdesignerin, nachts tippe ich hingegen seltsame Erzählungen, oder wie ich es nenne: meine eigenen kleinen Groschenromane. Weil ich aber gerne noch mehr zu den verschiedensten Themen schreiben möchte, habe ich dieses Blog ins Leben gerufen. Im Sommer 2018 übersiedle ich mein Schneckenhaus mitsamt Bücherregalen von Wien nach Berlin. Und auch darum geht es in meinen Beiträgen, denn für mich ändert sich einiges, sowohl beruflich als auch privat. Im Grunde genommen ist das alles „juti“ und mein Leben wird um neue Bekanntschaften, neue Buchläden, die neue Selbständigkeit und eine neue Nachbarschaft bereichert.

…oder in einem Alternativuniversum:

Anna veröffentlicht seit 2012 unter dem Pseudonym Anna Grimm immer wieder Kurzgeschichten aus den Genres Horror, Fantasy, Science Fiction und Phantastik. Sie wurde 1976 in Österreich in der steirischen Landeshauptstadt Graz geboren und besuchte dort das Realgymnasium. Von 2004 bis 2009 lebte sie in London, danach zog sie mit ihrem Mann nach Wien, wo sie bis 2018 als Webdesignerin tätig war. Im Sommer 2018 wird Anna mit ihrem Mann ein neues zu Hause in Berlin beziehen.

Eigentlich gäbe es jeden Tag eine andere Geschichte zu erzählen. Genau aus diesem Grunde gibt es diesen Blog. Ich möchte die kleinen Snapshots und die dazugehörigen Erzählungen nämlich mit euch teilen. Viel Spaß!

    Autorin
    Autorin Autorin Horror, Fantasy, Phantastik

    Stadtkind, Bahn Nomadin, Autorin von Kurzgeschichten, Bloggerin

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    Leseprobe aus Tabula Rasa

    Das Telefon klingelte.

    Abwartend starrte Jake den Apparat an. Er schob die Kopfhörher zurecht.

    Das Telefon klingelte weiter.

    Er ließ die Füße vom Pult plumpsen und nahm den Anruf per Knopfdruck entgegen. Onkel Dewy?, sprach er in das kleine Stehmikrofon.

    Jemand atmete lang und geräuschvoll aus und ein. Eiswürfel klirrten in einem Glas. Flüssigkeit schlenkerte gurgelnd darin. Schlagartig erinnerte Jake sich, dass es eine Grußformel gab, an die er sich halten sollte. Wie ging der Spruch nochmal? Er konnte sich einfach nicht mehr daran erinnern. Es war wie weggeätzt.

    H-Hallo?, stammelte Jake.

    Am anderen Ende der Leitung erklang ein Lachen, das bald darauf in einem Hustenanfall erstickte.

    Jake überlegte aufzulegen. Tut mir leid, ich kann sie nicht verstehen.

    Jacob Hauser, richtig?

    Der unvermutete Bariton ließ Jake zusammenfahren. Vielleicht einer der Techniker im Radiosender. Oder gar der Boss?

    Ja, antwortete er hastig. Und setzte Sir hinzu.

    Der Baritonmann schüttelte die Eiswürfel in seinem Glas. Er beendete den Schluck mit einem Ahhh. Danach gewann sein Lach an Geschmeidigkeit. Alles nur Show? Was für ein Spinner!

    Jacob Hauser, es freut mich, dass wir uns sprechen.

    Hallo. Ich glaube, wir kennen uns nicht.

    Oh, wir lernen einander gerade kennen, Jacob, fuhr der Bariton fort. Ich möchte dich etwas fragen. Du begegnest einem Mann, der ein Rätsel ist. Ein unbeschriebenes Blatt. Von dem Moment an wird er jedoch zu einer Geschichte. Deine Geschichte. Wie soll die Sache für dich ausgehen?

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