anna grimm

Verlorene Seelen, die Straße nach Nirgendwo, im Auge des Sturms - Tabula Rasa: ein Roadtrip in die Hölle

Vienna Comicon
Aktuelles

Rückblick auf die Vienna Comic Con

Ganz egal wo auf der Welt: Die Comic Con ist und bleibt ein großartiges Ereignis und ein Sammelbecken für all jene, die ihre Heldinnen und Banditen und deren Welt hautnah erleben möchten. Mit der Fangemeinde vom Wiener Perry Rhodan Stammtisch bin ich dabei gewesen, um genau das zu tun. Mit dem Papp-Perry im Gepäck haben wir unseren Stand aufgebaut und sind in das bunte Gemisch der unterschiedlichsten Charaktere eingetaucht.

Dass Perry Rhodan einfach dazu gehörte, stand bald außer Frage. Bilder sagen natürlich mehr als Worte, aber vorab möchte ich euch noch erzählen, wer uns am Stand besucht hat:

Ein lieber Freund der Perrianer – Zeichner und Autor Reinhard Habeck – teilte mit uns die Tische. Sein Rüsselmops lockte neugieriges Publikum an, wir schlugen erbarmungslos zu. Nur die Härtesten der Harten schafften es, unseren Stand ohne Leseprobe und eine unverfängliche Plauderei über die Zukunft der Menschheit, relative Unsterblichkeit, das Gfrett mit den Arkoniden, Guckys Charme oder die übelsten Feinde der Milchstraße, zu verlassen.

Reinhards Impressionen von Rhodan-Lesern, Science-Fiction-Fans, grünen Monstern, vulkanischen Botschaftern und vielen anderen Besuchern findet ihr hier: Reinhard Habeck auf der VIECC

Hermann Urbanek konnte dazu eine galaktische Tonne gesammeltes Wissen über Hintergründe und Erarbeitung der Serie beitragen, das er übrigens auch im dritten Band der Perry Rhodan Chronik veröffentlicht hat.

Gerhard Förster und Gerald Stojetz von der Redaktion der Der Sprechblase haben sich dazu hinreißen lassen, in Leseproben zu blättern, während wir Perry-Fans eifrig erzählt haben, was uns an unserem Helden und der Serie fasziniert, welchen Serienzyklus wir favorisieren und warum wir alle miteinander Comic-Junkies sind.

Astronaut Mueller aktivierte für uns sein Außenmikrofon, damit wir ihn mit Fragen über seinen Raumanzug löchern konnten und wir erzählten dem Raumfahrt-Visionär im Gegenzug die Geschichte des unsterblichen Weltraumritters. Daraufhin ließ es sich der Astronaut nicht nehmen, Seite an Seite mit Perry Rhodan zu posieren. Ein Photo für die Zukunft …

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    Autorin Autorin Horror, Fantasy, Phantastik

    Stadtkind, Bahn Nomadin, Autorin von Kurzgeschichten, Bloggerin

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    Leseschnipsel aus einem aktuellen Text

    Verborgen in einem Dunkelzauber beobachtete Yesenia die drei voraneilenden Wanderer. Der Vierte war ein Stück zurückgefallen. Von den singenden Dünen der Zeitenwüste hypnotisiert sprang er von der Lichtbahn. Er riss sich die Jacke aus schwarz, weiß und rot eingefärbtem Leder vom Leib und watete durch Zeitensand. Narr!

    Yesenia formte mit den Fingern der Linken ein Windzeichen und wirkte seine Magie, um den Menschen zu warnen. Zwecklos bei einem Unwissenden. Er nahm ihr Zeichen nicht einmal vage wahr. Schon drifteten die Nebelwirbel aus der fernen Dämmerung heran und umschlossen ihn. Die Gestalt des jungen Mannes verwirbelte mit den Krallenfingern aus weißen Schwaden. Sein überraschter Aufschrei durchdrang Yesenias Dunkelwolke erst, als er schon nicht mehr zu sehen war. Für immer im Nichts der Nebelfresser aufgegangen. Yesenia glaubte einen Hauch der Kälte dieses Nichts im Nacken zu verspüren und erschauderte mit einem Zittern. Konnte es einen endgültigeren, grausameren Tod geben?

    Die Aufmerksamkeit der Sucherin kehrte zu den drei verbliebenen Wanderern zurück. Eine junge Frau und der schmächtige aber hochgeschossene Junge - sie wirkten wie ein Geschwisterpaar. Hellhaarig und rosig erinnerten die beiden Erdenkinder an die umherziehenden Kommunen der Sassari auf Yesenias Heimatwelt. Den Dritten - in der Gestalt der Katze unterwegs - erkannte sie jedoch.

    Es war Isam - der Verbannte von Astari. So nannte man ihn in Yesenias Heimat. In anderen Welten verachtete man ihn als Dieb, Rächer, den Besiegten. Seit die Schule der Magy Isam verstoßen hatte, wanderte dieser mit dem Zeitenwind. Er hatte auf seinem Weg mehr Feinde als Freunde gesammelt. Es war ein Wunder, dass der Sand noch durch das Stundenglas seines Lebens rieselte. Seit Isam dem Herrn der Zeitenwinde im Kampf erlegen war, hatte man ihn im Kreis der Magy für tot gehalten.

    Yesenia lächelte, als sie dem schwarzen Kater nachsah. »Totgesagte leben länger, mein Freund. Hüte dich vor den Winden.«

    Mit Zeige- und Mittelfinger malte sie ein Symbol in die Luft. Isam hob den Kopf. Er spitzte die Ohren und lauschte dem Luftzug, den sie ihm mit dem Zeichen geschickt hatte. Seine Schnurrhaare erzitterten. Ein Fauchen entwich ihm. Geduckt schlich er weiter auf einen Kreuzungspunkt mehrer Lichtbahnen zu. Das Tor wirkte wirkte wie ein rotleuchtender Stern über den Dünen. Isam hatte die Botschaft vernommen. Aber die Warnung hielt ihn nicht von seinem Vorhaben ab.

    Warum waren diese Menschen bei ihm? Selbst die kleinsten Zeichen kannten sie offenbar nicht. Er hätte ebenso gut Analphabeten durch eine Bibliothek führen können.

    Der Kater machte einen Satz und fiel durch den Kreuzungspunkt hindurch. Sein Ziel kannte Yesinia bereits: Eine Weltenscherbe. Ihr abtrünniger Freund würde den Herrn der Zeitenwinde also erneut herausfordern, obwohl sich Unwissende in seiner Gesellschaft befanden.

    Yesenia seufzte traurig. Sie hatte es befürchtet. Mit jeder Rückkehr aus dem Verborgenen wurde Isam getriebener und rücksichtsloser. Nichts vermochte Isam je aufzuhalten.

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