anna grimm

Im Labyrinth der Welten öffnen sich die Türen

Schreiben

Meer, Zeit und Fantasy

Zwischenstand:

Eine Schönwetter-Front jagt die nächste. Kein Wunder, dass ich in den Pausen, die zwischen Arbeitsalltag und den, Berlins brisanter Wohnraumknappheit geschuldeten, ständigen Umzügen leider viel zu selten anfallen, meine Fangnetze in den Ozean auswerfe und für aktuelle Schreibprojekte in den Abgründen der Ostsee nach Schätzen der Fantasy fische. Obwohl ich, mit Ausblick auf die herbstliche Zeit, ausschließlich meine Herbst-Projekte betreuen sollte. Die Muse ist sichtlich anderer Meinung. Sie krallt sich mit aller Verzweiflung an jenem bunten Buchstapel fest, den ich auf der Ostsee-Insel Rügen zwischen langen Schreibnächten am Balkon eines alten Hafenmeister-Gebäudes angesammelt habe.

Neben der Schnitzarbeit an Figuren und dem Stricken von Abenteuergeschichten kommen die Recherchearbeiten zu nordslawischen Mythen, Gottheiten und Bräuchen auch diesmal nicht zu kurz. Zum Glück gibt es ja auch noch die überschaubaren Kleinprojekte. Kurzgeschichten, die zu Ausschreibungen eingereicht werden sollen.

Während die nächsten Veröffentlichungen sich, durch Zeitmangel bedingt, ein wenig zäh anbahnen, haben sich auf diese Weise gleich mehrere Projekte angesammelt, die zur Fertigstellung in meinen digitalen Schmiedeofen gehen sollen.

Um an einem mehr-teiligen Projekt dranzubleiben, habe ich auch gleich meine nächste Schreibklausur in Form eines Kreativ-Urlaubs festgemacht und gebucht. Somit blicke ich voll der Hoffnung auf einen produktiven Spätsommer.

Zückt eure Taschenuhren, ihr Lieben! Mehr Geschichten aus der Schmiede von Anna Grimm sind auf Kurs. Erwartete Ankunft um …

»Punkt Neun«, wisperte James Murrel seine magische Beschwörung in die Welt jenseits seines Vergrößerungsglases.

    Autorin
    Autorin Autorin Horror, Fantasy, Phantastik

    Stadtkind, Bahn Nomadin, Autorin von Kurzgeschichten, Bloggerin

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    Leseprobe aus Tabula Rasa

    Das Telefon klingelte.

    Abwartend starrte Jake den Apparat an. Er schob die Kopfhörher zurecht.

    Das Telefon klingelte weiter.

    Er ließ die Füße vom Pult plumpsen und nahm den Anruf per Knopfdruck entgegen. Onkel Dewy?, sprach er in das kleine Stehmikrofon.

    Jemand atmete lang und geräuschvoll aus und ein. Eiswürfel klirrten in einem Glas. Flüssigkeit schlenkerte gurgelnd darin. Schlagartig erinnerte Jake sich, dass es eine Grußformel gab, an die er sich halten sollte. Wie ging der Spruch nochmal? Er konnte sich einfach nicht mehr daran erinnern. Es war wie weggeätzt.

    H-Hallo?, stammelte Jake.

    Am anderen Ende der Leitung erklang ein Lachen, das bald darauf in einem Hustenanfall erstickte.

    Jake überlegte aufzulegen. Tut mir leid, ich kann sie nicht verstehen.

    Jacob Hauser, richtig?

    Der unvermutete Bariton ließ Jake zusammenfahren. Vielleicht einer der Techniker im Radiosender. Oder gar der Boss?

    Ja, antwortete er hastig. Und setzte Sir hinzu.

    Der Baritonmann schüttelte die Eiswürfel in seinem Glas. Er beendete den Schluck mit einem Ahhh. Danach gewann sein Lach an Geschmeidigkeit. Alles nur Show? Was für ein Spinner!

    Jacob Hauser, es freut mich, dass wir uns sprechen.

    Hallo. Ich glaube, wir kennen uns nicht.

    Oh, wir lernen einander gerade kennen, Jacob, fuhr der Bariton fort. Ich möchte dich etwas fragen. Du begegnest einem Mann, der ein Rätsel ist. Ein unbeschriebenes Blatt. Von dem Moment an wird er jedoch zu einer Geschichte. Deine Geschichte. Wie soll die Sache für dich ausgehen?

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